13. März 2019 – Schneewanderung im Toggenburg
Ungeachtet der Tatsache, dass am Mittwoch der DREIZEHNTE war und es auch von (Un-)Wetterwarnungen hagelte, trafen sich sieben Optimisten im Toggenburg.
Aber halt, da müssen wir noch was nachholen: Als der Schreibende den Ueli am Bahnhof Regensdorf-Watt traf, waren Ueli’s erste Worte: „Ou, i bi no müed“…
Der Schreibende war aber schon munter – nicht zuletzt, weil der die App „FairTIQ“ (kein Billet kaufen, sondern beim Einsteigen in den Bus/Zug die App aktivieren und am Reiseziel Toggenburg wieder deaktivieren) ausprobieren wollte, da wir ja diverse verschiedene Verkehrsmittel benutzten.
Die Bahnen und Busse waren pünktlich – wir wunderten uns aber, wieso wir keine Wandergrüppler auf dem Zug trafen. Mindestens unseren Reisemarschall Ruedi haben wir erwartet – aber auch er blieb aus. Wir fragten uns schon, ob wir allenfalls gleich wieder umkehren sollten…
Auf jeden Fall waren wir beruhigt, als wir in Alt-St. Johann an der Talstation der Gondelbahn zur Alp Sellamatt Oskar und Heini trafen. Sie haben uns als ÖV – Wanderer begrüsst und meinten, die restliche Truppe sei bereits auf der Alp beim Kaffe. (Ich befürchtete natürlich schon, dass mir die Gipfelis wegegessen werden…)

Flugs ging es mit der Gondelbahn hoch – leider ist diese Bahn (noch) nicht in „FairTiq“ inbegriffen und so mussten wir das Wanderbillet am Schalter kaufen. Das Wetter war gar nicht so übel, die Winde haben die Gondelbahn nicht durchgeschüttelt und nach wenigen Minuten erreichten wir die Alp Sellamatt



Wir liessen uns ausgiebig Zeit beim Kaffee und schon brannten wieder die verschiedensten Diskussionen auf mit Themen von Politik bis Kreuzfahrt, von Bank bis Handy-Apps etc. etc.


Nun ging es also los – auf einem gut ausgebauten Wanderweg talabwärts in Richtung Iltios. Schnee hat es noch genug:

Das Licht war aber extrem diffus – selbst mit grösseren Photoshop-Künsten gelang es mir nicht, etwas „Struktur“ in den Schnee hineinzubringen.

Von der Alp Sellamatt bis nach Wildhaus führt ein Klangweg mit über 25 Installationen – hier sehen wir die Installation „Nachklang“ – dieser Weg dürfte auch mal das Ziel für eine Wanderung im Sommer sein. (Hier gibt es mehr Informationen zum Klangweg).
Nach wenigen 100m erreichten wir eine weitere Klangweginstallation, die „Glockenbühne“ – das kurze Video zeigt, was darunter zu verstehen ist:
Hier die Erklärung dazu (clickt in das untenstehende Bild – dann wird eine Seite mit einem grösseren Bild geöffnet, damit Ihr den Text lesen könnt – mit dem „zurück“ Button in Eurem Browser kommt Ihr wieder in den Beitrag zurück)
Das Wetter war gar nicht so schlecht! Einige Male lichtete sich sogar der Nebel – der Blick auf den Säntis blieb uns aber verwehrt.
Nun erreichten wir bald das Ziel, das Restaurant „Stump’s Alpenrose“. Hier offerierte uns Oskar den Apéro und Wein aus Anlass seines kürzlichen runden Geburtstages. Stellvertretend für die Bilder des Essens- und Trinkgelages hier ein „Prosit“ mit Oskar:

Das Essen war – laut meinen Kollegen – nicht speziell. Die Meisten haben einen Hamburger bestellt, der offenbar sehr trocken war. Ich war mit meinem Forellen-Filet eigentlich ganz zufrieden.
Beim (Weiss)-Wein war wieder mal Oskars Spruch fällig: „Er isch nid so guet – aber mir nämed en“. Wobei mir hat er ganz gut gepasst – der Kellner hat uns einen Benkener aus dem Rheintal empfohlen, wobei ich mich zur Bemerkung hinreissen liess „Bernecker Sockenlochstopfer“. Aber wie gesagt, für mich als nicht regelmässiger Weisswein-Trinker war der Tropfen recht gut.
Der Abstieg nach Wildhaus dauerte dann noch etwa 40 Minuten (inklusive einem kleinen Aufstieg bis zur Postautostation). In Alt-St. Johann verabschiedeten wir uns von einander – Ueli und ich als einzige ÖV-Wanderer fuhren weiter bis Nesslau zur Bahnstation.
Ganz herzlichen Dank an Oskar und Franz für die Planung, Vorbereitung und Durchführung der Wanderung.
Beste Grüsse Andreas
Und hier wie immer: der Routenbeschrieb mit Details.
P.S. Für diejenigen, dich gefragt haben, ob die „FairTiq“ App funktioniert hat, kann ich ein klares „Ja“ bekannt geben. Tatsächlich eine einfache Möglichkeit, ohne vorgängig ein Billet zu kaufen auf Reisen zu gehen. Wer sich interessiert, findet hier mehr Informationen
Und ein zweites PS:
Wie unterschiedlich die Schrittzähler funktionieren, soll hier mal dargestellt werden: zuerst der Zähler vom iPhone und darunter der Schrittzähler einer Fitness-Uhr (selbstverständlich gilt natürlich immer die höhere Zahl…. 😉 )